Forschung
Die Wirksamkeit des Ansatzes Körperbasiertes Lernen ist nicht nur durch die spürbare Verbesserung der Selbstreflexions- und Selbstregulationskompetenzen bei den Teilnehmern an Workshops festzustellen. Vielmehr besteht ein Ziel, das sich mit dem Ansatz verbindet, darin, auch durch empirische Untersuchungen die Wirkkraft des Ansatzes nachweisen zu können. Erste empirische Ansätze dazu befinden sich gerade in der Entwicklung. Sobald gesicherte Erkenntnisse auf der Basis empirischer Befunde vorliegen, werden Sie an dieser Stelle darüber informiert.
Bis dahin können die folgenden Erkenntnisse festgehalten werden. Diese stammen aus schriftlichen Rückmeldungen von Teilnehmern einzelner Workshops an verschiedenen Universitäten in Deutschland, die unter Zuhilfenahme von „Videofeedback“ stattfanden:
- Schärfung von Selbst- und Fremdwahrnehmung: ein Großteil der Teilnehmer hat von sich ein anderes Selbstbild als es die anderen Teilnehmer zurückmelden;
- Reflexion von Körperhaltung, Mimik und Gestik: Die Teilnehmer geben häufig an, zuvor noch nie wirklich auf ihre Körperhaltung in Unterrichtssituationen geachtet zu haben sowie teilweise Mimik und Gestik in der Präsentation „unvorteilhaft“ eingesetzt zu haben;
- Reflexion von Proxemik: das Raumverhalten der Teilnehmer ist oftmals unvorteilhaft für den Austausch und den Blickkontakt mit den „Zuhörern“ (vor allem unter Verwendung von technischen Medien wie Whiteboard und Overheadprojektor);
- Reflexion von Paralinguistik: Insbesondere der verbale Ausdruck fällt den Teilnehmern auf. Dabei wird vor allem die fehlerhaft eingesetzte Stimmführung (Prosodie) angemerkt oder sog. selbständige Formen der Paralinguistik wie Laute („Ähs“ usw.).
